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In Signum Aranea

Das nächste Lager beginnt in: 39 Tagen

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Des Pilgerers zehn Gebote




  1. Allerlei neumodisch Zeug hat nach Markteröffnung in den Zelten zu verschwinden.+

    Achtet bitte alle auf eure Handys, Tupperdosen, unauthentischen Kleidungsstücke, Rucksäcke und Taschen und vor allem Verpackungsmaterial. Am besten packt ihr all das Zeug vor Marktbeginn so gut in eure Zelte, das es nicht gesehen wird. (mit Decke drüber oder dergleichen, dass man das Zelt bedenkenlos offen stehen lassen kann. Noch etwas zum Handy: Niemand telefoniert in Gewandung in der Nähe unseres Lagers! Geht zum telefonieren bitte auch ins Zelt.) Das Wichtigste ist, dass das Lager authentisch und ordentlich ist. Zwar soll nach Marktbeginn keiner mehr in Alltagskleidung herumlaufen, aber NIEMAND gewandet sich in aller Seelenruhe, während alle anderen das Lager aufräumen. Zieht Euch schnell etwas drüber und helft dann mit, egal, ob ihr euer Halskettchen nicht findet, oder die Fibel noch nicht so sitzt, wie ihr sie haben wollt.

  2. Das Schmauchen von Sarazenenkraut jeglicher Art wird im Lager nicht geduldet. Räucherwerk wird nicht im Feuer entsorgt auf das keine Dämpfe aufsteigen mögen.+

    An alle Raucher: Zigaretten sind weder authentisch noch besonders höflich. Da ich es aber nicht mag, wenn Lagerer außerhalb (das heißt zwei Meter neben dem Lager, sodass man genau sieht, dass sie dazu gehören) rauchen, geht mit Euren Zigaretten bitte sogar noch ein wenig weiter vom Lager weg. Nach Marktschluss ist das Rauchen im Lager immernoch tabu aber es reicht, sich ein wenig außerhalb der Mitlagerer zu stellen. Diese Neuerung ist nicht aus unseren Mist gewachsen, sondern ist in der neuen Lagerordnung des MPS verankert und wir von ISA stimmen mit dieser Regelung zur Wahrung der Authentizität voll überein. Authentische Pfeifen oder eine Wasserpfeife, die authentisch aussieht, darf ebenfalls mit großem Respektabstand von anderen Lagerern geraucht werden. Zigarettenstummel sind sofort zu entsorgen. Kein Sammeln auf dem Tisch, an einer Stelle auf dem Boden oder in Bierflaschen. Macht die Kippe aus und steckt sie ein, bis ihr an einem Abfalleimer vorbeikommt.

  3. Der Geist in der Flasche wird erst nach vollendetem Tagwerk um die vierte Stunde befreit und der Rauschzustand in Grenzen gehalten auf das man beim Beten noch gerade knien möge.+

    Wer sich in unserem Lager schon um die Mittagsstunde betrinkt ist nicht gern gesehen. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass Kinder bei uns im Lager sind. Trinkt also bitte verantwortungsbewusst. Es wird ausschließlich eigenes Geschirr benutzt, um daraus zu trinken. (Sollte ein Kind anstelle von Eistee vom Vortag einen großen Schluck Whisky am Morgen in seinem Becher finden wird für Folgelager ein Spirituosenverbot verhängt!) Wer sich beim Saufen nicht beherrschen konnte verschwindet heimlich und leise in sein Zelt um seinen Rausch aus zu schlafen. Wer am nächsten Morgen von einem Kater geplagt wird hat es nicht besser verdient und wird nicht geschont, was die täglich anfallenden Aufgaben angeht. Leidiges Herumgejammer und Herumwürgerei ist widerlich und wird in unserem Lager nicht geduldet. Geht dann zum Spülen oder Holz hacken oder so hinter die Zelte.

  4. Wer sich durch Schaden und Verschmutzung sündig macht, wäscht diese angemessen wieder rein.+

    Egal, wie weit der Weg zu Sanitäranlagen ist, es wird nicht ins Lager uriniert. Ich sag es mal frei heraus: Wer kotzt, macht den Dreck auch wieder weg! Und zwar SOFORT! Jeglicher Inventarschaden wird ersetzt oder finanziell beglichen. Wie das vonstatten geht haben die beiden Parteien: Besitzer und Beschädiger unter sich aus zu machen.

  5. Niemand drückt sich vor dem Tagewerk.+

    Im Lager hat jeder gewisse Aufgaben zu bewältigen: Wasser holen, spülen, Feuerholz holen, Feuerholz hacken. Diese 4 Aufgaben werden meist vor allem den Gästen aufgegeben, da Mitglieder meist mit organisatorischen Aufgaben schon genug belastet sind. Denkt außerdem daran, dass jedes Mitglied bereits vor dem Markt mehr für das Lager gearbeitet hat, als auf dem Markt an Arbeit anfällt. Bevor ihr das Lager verlasst, prüft also, ob oben genannte Tätigkeiten noch zu erledigen sind und erledigt sie gegebenenfalls. Niemand kann mit drei Scheitchen einen Eintopf kochen. Hackt bitte sofort alles oder die Hälfte des Holzes, was im Lager ist anstatt nach zwei Klötzchen auf zu hören oder holt euch jemand anderen zum helfen dazu.

  6. Wer nicht isst, hält die Tafel ordentlich, auf dass das Chaos nicht den Wein sauer und das Brot schimmelig machen möge.+

    Eine weitere Aufgabe ist Ordentlichkeit. Ein Lager ist nicht ansehnlich, wenn irgendwelches Zeug auf der Tafel verstreut liegt. Räumt also regelmäßig eure Sachen wieder weg und ab und an den Tisch ab. Dazu stehen die Lebensmittel in der Mitte der Tafel und das persönliche Geschirr von jedem entweder im Zelt oder Regal verstaut oder ordentlich vor dem jeweiligen Platz und sauber als Platzset hingestellt. Gewandung hat nicht als Stoffknäuel irgendwo im Lager herum zu liegen.

  7. Der eigene Löffel hat nicht ungefragt im Maule eines anderen zu stecken.+

    Räumt Euer Geschirr nach dem Essen weg. Entweder ins Zelt, als ordentliches Platzset auf den Tisch oder, falls vorhanden in ein dafür vorgesehenes Regal. Im Klappregal ist schon längst kein Platz mehr für alle und deswegen wird dort nur das Gemeinschaftsgeschirr und einiges wenige an persönlichem Geschirr der Mitglieder aufbewahrt. Fragt, bevor ihr etwas benutzt, das Euch nicht gehört.

  8. Alles was der Herrgott dem Menschen in unserem Lager zu Essen gab ist frei für jeden, doch fragt, bevor ihr etwas im Zelt oder hängendes Räucherwerk verspeist.+

    Gerade die Würste und Räucherwaren sind zu Dekozwecken bei uns im Lager. Und vieles davon ist für bestimmte Tage oder Mahlzeiten bestimmt. Was auf der Tafel liegt, darf übrigens immer angeschnitten und gegessen werden. Lasst die Finger von der Kühlkiste, denn die hält nichts mehr kühl, wenn sie ständig auf und zu gemacht wird. Wer kein Essen von der Feuerstelle im Voraus mit bezahlt hat kann fragen, ob er sich bedienen kann, nachdem jeder andere satt ist und einen Obolus in die Kasse werfen. Wir versuchen möglichst authentisch und interessant zu kochen. Wer etwas nicht mag, kann fragen, ob man sich etwas anderes nehmen kann, aber wir werden für einige wenige nicht unseren durchdachten Essensplan umwerfen, weil irgendjemandem die Auswahl nicht zusagt.

  9. Wenn die Zeit der Abreise gekommen ist, verschwindet nicht unter fadenscheinigen Ausreden.+

    Jeder, der mit uns gelagert hat, hat auch das Lager mit ab zu bauen. Bei Platz und Transportproblemen wird geschaut, ob nicht das ein oder andere doch noch ins Auto passt. Müsst ihr am nächsten Tag früh raus? Das müssen die meisten anderen auch, also helft mit, damit jeder am nächsten Tag ausgeschlafen ist! Seid ihr körperlich nicht in der Lage schwere Sachen zu heben? Prima, dann könnt ihr spülen, Dinge anreichen oder planend zur Seite stehen! Mittlerweile gibt es keine dumme Ausrede mehr, die ich nicht gehört habe, also stellt euch darauf ein beim Abbau ebenfalls helfen zu dürfen oder denkt stark darüber nach, ob ihr wirklich mitlagern wollt, wenn ihr vor dem Abbau los müsstet.

  10. Es liegt eine Kamera Obscurus im Lager, doch fürchtet Euch nicht und macht ein Abbild von allem, das euch in den Sinn kommt, wenn ihr müßig seid.+

    Ich weiß es gibt viele, die nicht gern auf Fotos sind oder nicht gerne Fotos machen. Allerdings ist ein Lager auf einem Mittelaltermarkt in erster Linie dazu gedacht Fotos von ihm zu machen. Das gilt auch für die Lagerleute darinnen. Wir brauchen oft für die Homepage oder einfach zur Dokumentation unserer Lager Bildmaterial von allen Leuten und dem gesamten Lager. Wenn also nur einer immer alle Fotos macht ist mindestens der Fotograf nicht mit auf den Bildern. Macht also ebenfalls ein paar Bilder mit der eigenen Kamera oder mit der Kamera von jemand anderem, damit wir viele verschiedene Eindrücke von unserem Lager haben und uns von Jahr zu Jahr verbessern können.