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Keltenknoten





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Basix

1. kleinster Keltenknoten

zeichne zwei gleichgroße Quadrate und markiere alle Ecken und ihre Mittelpunkte mit Kreisen.
Je größer deine Kreise werden, umso dünner werden die Stränge deines Keltenknotens.
Nun nimmst du dir die einzige Stelle in der Mitte vor, in der die Kreise eine Raute ergeben und verbindest die inneren Kanten der Kreise durch Linien miteinander. (dasselbe gilt natürlich auch anders herum, dann windet sich der Knoten in die andere Richtung.)
Anschließend rundest du die Kanten der Quadrate ab und hältst dich an die inneren Kanten der Kreise. Zeichne deine Skizze mit Tinte nach und radiere die Hilfslinien weg.
Fertig ist der kleinste Keltenknoten, den es gibt.

2. Stränge

Um einen längeren Strang aus deinem Basiskeltenknoten zu machen zeichnest du ein paar mehr Quadrate nebeneinander. Zeichne Kreise wie bei 1. in deine Quadrate und verfahre an den Karos, die zwischen den Quadraten sind wieder wie im Basisknoten.
Anschließend rundest du die Kanten ab und genießt das Ergebnis.
Auf diese Weise kannst du beliebig lange Stränge machen.

3. ausgefüllte Knoten

Ordne vier Quadrate zu einem großen Quadrat an und verfahre an der oberen Stelle der Karos wie aus 1. und 2. gewohnt.
Jetzt ordnest du deinen zweiten Faden so unter, dass beide ein „T“ ergeben.
Vielleicht kannst du es dir auch besser vorstellen, wenn du das Blatt um 90° drehst und dir wieder das Karo vorstellst. Wichtig ist, dass die beiden Fäden nicht parallel verlaufen.
Anschließend rundest du wieder die Kanten ab und hast zwei verschlungene Kettenglieder.
Mit diesem Prinzip kannst du auch viel größere Knoten zeichnen.
Probiere es aus!

4. um die Ecke gedacht

Es wird Zeit, dass dein Rahmen auch eine Ecke bekommt!
Die Stränge lassen sich wieder wie hinter 1. und 2. zeichnen.
An der Ecke verfährst du wie bei 3. gelernt.
Drehe das Blatt oder stelle dir einfach das „T“ vor und zeichne von dem „T“ aus wieder wie gewohnt den Strang. Abrunden, fertig!

5. gespaltene Knoten

Zeichne wie gewohnt dein Muster aufs Papier.
Fange an einer beliebigen Stelle an und fülle alle Karos die du findest mit „T´s“.
An Strängen ohne Karos verfährst du natürlich wieder wie in 2. und 3. gezeigt.
Runde wieder alle Kanten ab und schon hast du alle Basix gelernt, um all deine schnöden Schulhefte, Notizbücher, Kontoauszüge und Einkaufszettel mit wunderschönen Keltenknoten zu verschönern.

Komplexer

1. Unterbrechungslinien

Bei Unterbrechungslinien handelt es sich um Linien, die nicht wie gewohnt verlaufen, sondern das Muster unterbrechen. Zeichne zu aller erst ein Muster von Quadraten deiner Wahl und wähle dann nach belieben zwei Punkte waagerecht oder senkrecht zueinander und markiere sie mit einer Linie.
Diese Linie darf nun nicht mehr von Fäden durchzogen werden. Du wirst sehen, warauf das hinausläuft. Suche dir erst wie gewohnt ein Karo, an dem du mit deinem gewohnten Flechtmuster beginnen kannst. Hast du eine Stelle erreicht, wo ein Faden deine Unterbrechungslinie kreuzen würde, lasse ihn aus. Anschließend rundest du auch diese Kanten an den Unterbrechungslinien ab, doch achte darauf, dass du ein wenig eng zeichnest, da von der anderen Seite aus auch die Kante abgerundet wird. Ich hoffe die Bilder machen das Prinzip ein wenig verständlicher.

2. auseinander gezogene Stränge

Für auseinander gezogene Stränge zeichnest du wieder zwei Quadrate, doch dieses mal liegen sie nicht direkt nebeneinander, sondern mit einem beliebig großen Abstand dazwischen.
Nun zeichnest du noch eine Art Phantompunkt zur Orientierung an die Seite deines Qudrates, an der in weiterer Entfernung dein anderes Quadrat wäre.
Zwischen deinem Phantompunkt und den Punkten deines Quadrates ergibt sich wieder das vertraute Karo, doch statt dort deinen Faden zu spannen gehst du mit deinem bleistift vom Phantompunkt aus gerade zum weiter entfernten Quadrat. Der Punkt, den du auch diese Weise triffst, verbindest du statt deinem Phantompunkt mit dem Punkt des ersten Quadrates, den du ursprünglich mit dem Phantompunkt verbunden hättest. Doof zu erklären.

Unsere Bannerspinne

1. Rumpf

So jetzt geht’s aber endlich mal ans Eingemachte!
Am Ende dieses kleinen Tutoriums kannst du unsere Bannerspinne völlig frei Hand in deine Schulhefte kritzeln. Glaubst du nicht? Schau mal her:
Als erstes machst du wie immer das Grundgerüst:
4x4 Quadrate mit fehlenden Ecken.
Dann machst du Unterbrechungslinien diagonal in die Mitte.
Als nächstes zeichnest du überall Fäden ein wo es geht und rundest die äußeren Ränder ab.
Die Linien an den Unterbrechungslinien ziehst du einfach nur durch.
Am Ende hast du ein wunderschönes Herzchen-Kleeblatt-Muster, was das Mittelsegment unserer Bannerspinne darstellt. Wusstest du, dass unsere Spinne noch vor der Gründung unserer Lagergruppe den Namen Willy trug?

2. Hinterleib

Willy ist eine Kreuzspinne und so eine Kreuzspinne braucht ein hübsches Kreuz auf dem Hinterleib.
Als erstes zeichnest du aus Quadraten ein Kreuz mit den Ausmaßen wie im Bild.
Die roten Linien sind Unterbrechungslinien. An denen kannst du später dein Talent für auseinander gezogene Stränge unter Beweis stellen, aber erst einmal zeichnest du wieder überall in jedes Karo (ohne Unterbrechungslinie) deine „T´s“.
Jetzt kommt der knifflige Teil: Runde erst einmal in Ruhe deine Kanten ab und achte dabei auf die Ausläufer des Kreuzes, die dieses mal spitz zulaufen.
Nachdem du streng darauf geachtet hast, dass deine auseinander gezogenen Linien auch vernünftig in das Muster eingewoben sind (drüber, drunter, drüber, drunter), verwurstest du jetzt noch einen Kranz wie beim Keltenknoten üblich um die Mitte. Fertig!
Den Unterleib selbst zeichnest du am besten mit einem Zirkel.
Wenn dein Kreuz so groß ist wie meins geht’s am einfachsten, ansonsten musst du die Maße umrechnen. Mache einen Kreis vom Mittelpunkt des Kreuzes aus mit 4,5cm Radius.
Danach machst du dasselbe, nachdem du deine Zirkelspitze einmal 1cm nach rechts, links und 2,5cm nach unten ansetzt. Die Spitze des Unterleibs ist ein Zentimeter länger als der Kreis.
Wusstest du, dass im Gegensatz zur römisch katholischen Kirche, dessen Hauptaugenmerk darauf liegt, dass Jesus für unsere Sünden am Kreuz gestorben sei, die Iroschotten das eigentliche Wunder in der Auferstehung Jesu sahen? Aus diesem Grund findest du seltener bis nie Bildnisse von Jesus Leichnamen am Kreuz, sondern lediglich den Kranz um den Mittelpunkt des Kreuzes.


3. Kopf und Beine

Alle Keltenknoten von Willy habe ich übrigens eigenst an das System dieser Zeichenmethode angepasst und hatte eine Menge Spaß dabei, doch beim Kopf habe ich einiges an Tinte und Papier verbraucht. Das Ergebnis ist so simpel wie genial!
Achte darauf, dass beim Kopf der Spinne die Kringel um einiges größer und damit die Fäden dünner sind. Alles andere löst sich von allein, wenn du die Unterbrechungslinien beachtest.
Die Beine sind nach dem Prinzip eckiger, auseinander gezogener Stränge konzipert.
Möglicherweise kennst du das Design. Ich weiß nicht, woher es kam, aber ich habe es damals meterweise in meine Schulhefte gezeichnet.