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Fredenbaum, 04.06 - 05.06.2016






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Westerholz 51, 44147 Dortmund


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Tagebuch

Brolls Tagebuch - Auszug vom MPS in Dortmund

grünes Martyrium

Von Fredenbaum soll ich berichten und da gibt es allerhand, doch muss ich mich hüten, neben all dem, was schief gelaufen ist auch das Gute zu sehen.
Das erste Gute: Der Markt im Fredenbaumpark ging über zwei Wochenenden und die Woche dazwischen haben wir zur Entspannung im Wald genutzt, wie ich es schon damals zu Zeiten meines grünen Martyriums im Tale des heiligen Kevin zu Glendalough verstand
(ein Heiliger übrigens, der trotz seines Namens über alle Zweifel erhaben ist, auch wenn ich mich eher Brendan dem Reisenden verbunden fühle oder dem heiligen Gallus, der mit den Bären sprach.)
Wie dem auch sei. Trotz der Hiobsbotschaften über Sintflutartige Regengüsse, die Fredenbaum heimsuchen sollten kamen die tapfersten der Tapferen zur Stätte und schlugen ihre Zelte auf und siehe da: Keine Wolke trübte den Himmel. Es war zum Teil sogar so warm, dass ich mit meiner kleinen Glaskugel, wenn ich sie ins Licht der Sonne hielt einen sengenden Strahl auf unser Holzgeschirr leiten konnte, um unsere Zeichen darauf zu brennen.
Ein Wunder, was der Herr sich dort hat einfallen lassen.
Ein weiteres Wunder durften wir in Fredenbaum begrüßen:
Rene und Mareike hatten das wohl schönste Wunder hier im Diesseits vollbracht, ein Kind in die Welt zu setzen. Emma strahlte voller Wissbegierde in die Welt, dass es nur so eine Wonne war.
Doch leider verloren viele dabei aus den Augen, dass man auch etwas für sein Lager tun muss, in dem man nächtigt, isst, trinkt und sich so wohl fühlt.
Trinken und wohlfühlen. Da fällt mir Marcel ein. Ein unverbesserlicher Wikinger, der sich nicht zum wahren glauben bekennen wollte schmeckte in Fredenbaum die bittere Medizin seiner Ungläubigkeit, denn wahrlich ich schwöre so war es:
Engel stiegen vom Himmel hernieder zu uns in den Zuber und gossen dem armen Tropf Galle und Geifer in sein Bier, dass er trunken – nein – sturzbesoffen wie er war nicht mehr geradeaus sitzen konnte. Die Zuberwölfin persönlich führte ihn, eine gute Christin wie sie ist, wieder in die Arme unseres Lagers, wobei sie sich anstelle von Dank nur unmoralische Angebote anhören musste.
Und schließlich begann der Schlamassel:
Nachdem er sich setzte, wozu er bei weitem nicht mehr in der Lage war tat die Kraft die alles nach unten zieht ihr übriges und warf den Mann zu Boden.
Trotz aller Beteuerungen: „Ischaffdasschon“ und „Ischbingaaanznormal“
während er verzweifelt versuchte aus einer leeren und dazu noch verschlossenen Flasche Klosterbräu der Fiegemönche zu trinken,
schlugen wir ihn beinahe mit sanfter Gewalt in Richtung Zelt, wo er weiteren Lämmern meiner Herde die Plünderung insbesondere ihrer Jungfräulichkeit androhte und nur mit Drohung der Wache endlich ins Zelt verschwand.
Seitdem wusste ich, dass ich niemals wieder mit so vielen Leuten in einen Zuber steige, von denen ich nicht weiß, wie sie den Messwein in Verbindung mit warmem Wasser vertragen und auch dir, Leser ferner Tage, soll dies eine Lehre sein.
Was soll ich berichten?
Da gab es noch Solche, die sich über das mannigfaltige Angebot an Essbarem in unserem Lager dermaßen immens beschwerten, dass Conny schließlich alle Geschütze abfeuerte und die Motzenden mit Brot überschwemmte.
Brot am Morgen, während des Tages, Abends und in der Nacht immer Brot.
Und nach Tagen reichhaltigen Fleischverzehrs gab es solche, die an das Gemüse derer gingen, die vor Gott das Speisegebot des Fleischverzichts verkündet hatten und behaupteten, sie würden auch eigentlich fleischlos leben.
Man merkt es schon Fredenbaum war häufig mit faulem Pack gestraft und mit Ausreden, die nicht gerade von hoher Geisteskraft zeugten und doch haben wir es überstanden.
Viele Regeln wurden nach diesem Lager zum Strengeren verändert und ich hoffe, dass Gotte mich nicht noch einmal einer Prüfung meines Pazifismusses unterstellt wie in Fredenbaum.
Amen
Witold Broll